Beschreibung
Nach einer von Presse und Publikum gleichermaßen gefeierten Premiere im Dezember 2025 kehrt „Prométhée“ in der Spielzeit 2026–2027 zurück. Dieser Erfolg hat die Stärke dieses Werks bestätigt, in dem Mythos, Musik und Tanz in einer seltenen Intensität aufeinandertreffen.
Mit „Prometheus“ setzt Martin Harriague seine Auseinandersetzung mit rebellischen Figuren fort, die sich den Göttern und den Normen widersetzen. Nach seinem von Donald J. Trump inspirierten Stück wendet er sich nun demjenigen zu, der es wagte, den Göttern das Feuer zu stehlen, um es den Menschen zu geben – eine Tat der Rebellion und Großzügigkeit, die mit ewigem Leid bestraft wurde. Über die antike Erzählung hinaus hinterfragt dieses Stück, was es heute bedeutet, „das Feuer zu stehlen“: In einer Welt, in der sich der Mensch die Macht anmaßt, zu kontrollieren und zu zerstören, stiehlt Prometheus die Flamme nicht, um zu vernichten, sondern um den Menschen die Quelle des Wissens, des Lebens und … der Liebe zu schenken.
Im Mittelpunkt der Inszenierung steht „Die Geschöpfe des Prometheus“ von Ludwig van Beethoven, das einzige Ballett des Komponisten. Fabien Cali, der beim Orchester als Artist in Residence tätig ist, bereichert Beethovens Partitur um eine zeitgenössische Dimension und vertieft so den Dialog zwischen Musik und Bewegung, zwischen Tradition und Innovation.
Bei Martin Harriague ist die innige Verbindung zwischen Bewegung und Klang ein echtes Markenzeichen: Der Tanz folgt nicht der Musik, er ist Musik. Die Körper setzen die Noten um und lassen sichtbar werden, was man hört. Die Choreografie vereint kraftvolle Ensembles, einfühlsame Duette und virtuose Soli. Darin findet sich jene explosive und präzise Formensprache wieder, die die Einzigartigkeit des Choreografen ausmacht.
So erweist sich „Prométhée“ als ein Gesamtkunstwerk – musikalisch, choreografisch und mythisch –, dessen Wiederaufnahme den Schwung eines bereits fulminanten Erfolgs fortsetzt.





