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RELIGIÖSES KULTURGUT
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Jede Gasse trägt Spuren der Papstzeit, die Vergangenheit der Gegend wird wach. Das religiöse Kulturgut ist der rote Faden einer Reise, die zu großartigen und bescheidenen Zeitzeugen, zu Glockentürmen und Synagogen führt.

AVIGNON

Die Basilika Saint-Pierre oder die provenzalische Spätgotik

Meist stößt man ganz zufällig bei einem Stadtspaziergang auf die Kirche Saint-Pierre. Blickgeschützt und versteckt steht sie an einem gepflasterten Platz, hat es jedoch verdient, gesucht, gefunden und erforscht zu werden, denn die ziselierte Fassade und die reich verzierten, massiven Nussbaumholztüren sind wunderschön. Sie wurde 1358 gebaut, die ganz besondere, mit Ornamenten reich verzierte Fassade stammt jedoch aus dem Jahr 1512.

Im Innern fallen gleichermaßen bemerkenswerte Holztäfelungen, ein Altaraufsatz, die Kanzel und Bilder auf, darunter eine ‚Verehrung der Schäfer‘ von Simon de Chalons.
Auskunft im Pfarrhaus 09h:30-11:30 Uhr. Eintritt frei. Während der Gottesdienste keine Besichtigung.

DER ÖFFENTLICHKEIT ZUGÄNGLICH

Die Pracht der Kathedrale Notre Dame des Doms, die ziselierte Fassade der Kirche Saint-Pierre oder die beruhigend-gelassene Atmosphäre des Kartäuserklosters Val de Bénédiction… Nicht auswählen: Alles genießen!

FAST VERGESSENE KAPELLEN

Auf Wunsch öffnen sich die Tore von Kapellen verschiedener Glaubensrichtungen. Sie sind zuweilen provezalisch-gotische oder barocke Meisterwerke.

AVIGNON

Basilika Notre Dame des Doms, ein romanisches Meisterwerk

Die vergoldete Gottesmutter auf der Basilika Notre Dame des Doms – unverzichtbar bei der Besichtigung von Avignon – zieht in der gleißenden Sommersonne alle Blicke auf sich. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1150, die Seitenkapellen kamen im 14. und 17. Jh. hinzu. Sie thront auf dem Rocher des Doms hoch über der Stadt und kann vom Rhoneufer von Villeneuve wie auch vom Gipfel der Bergkette Les Alpilles erspäht werden. Der Portikus ist mit Fresken des italienischen Malers Simone Martini verziert, sie wurden 1343 fertiggestellt.

Die Grabkapelle von Papst Johannes XXII. enthält den Diözesanschatz mit zahlreichen Ornaten und liturgischen Gefäßen. Die Basilika neben dem Papstpalast und Petit Palais gilt als eines der Meisterwerke provenzalisch-romanischer Kunst, zusammen mit dem großen Vorplatz bilden die Bauwerke ein unvergleichliches religiöses und historisches Kulturgut.

Öffnungszeiten September bis Juni: Montag bis Samstag 07:00-12:30 Uhr u. 14:00-18:30 Uhr, Sonntagnachmittag 14:00-18:30 Uhr.
Juni und August: Montag bis Samstag 07:00-18:30 Uhr, Sonntagnachmittag 14:00-18:30 Uhr. Eintritt frei (während der Gottesdienste bitte nicht stören).

Neuklassizistische Synagoge

Die Synagoge in Avignon wurde nach einem Brand 1846 wieder aufgebaut und wird heute noch genutzt. Das denkmalgeschützte jüdische Gotteshaus ist Zeugnis der seit Jahrhunderten bestehenden Präsenz der jüdischen Gemeinschaft in Avignon. Das frühere Ghetto befand sich im oberen Teil des heutigen Stadtviertels La Balance. In der Synagoge, vom Architekten Joseph-Auguste Joffroy neu erstellt, finden heute noch Gottesdienste statt. Der Gebetssaal ist eine neuklassizistische Rotunde mit weißen Säulen. Wie in anderen Synagogen im Comtat Venaissin gibt es auch hier eine Besonderheit: es fehlt der Stuhl des Elias.

VILLENEUVE LEZ AVIGNON

La Chartreuse du Val de Bénédiction: eines der größten Kartäuserkloster Frankreichs

Das Kartäuserkloster Val de Bénédiction, eines der größten in Frankreich, wurde im 14. Jh. von Papst Innozenz VI. gegründet, der dem Kartäuserorden nahestand. Es hat 3 Kreuzgänge, 40 Zellen und Gärten. In der Privatkapelle von Papst Innozenz VI. findet man Fresken des italienischen Malers Matteo Giovannetti, der ebenfalls Fresken in der Kapelle des Papstpalastes fertigte.

Die ehemalige Kapelle und Kirche mit dem Grab von Innozenz VI., die Kreuzgänge und Mönchszellen können besichtigt werden. Die Chartreuse – heute Nationales Zentrum für Dramaturgie – betreut seit über 40 Jahren auch Dramaturgen und Theaterschaffende in Residenz und richtet im Rahmen des Theaterfestivals von Avignon auch Aufführungen aus.

Oktober bis März 10:00-17:00 Uhr April bis September 09:30-18:30 Uhr. Letzter Einlass 30 min vor Schließung Am 01.01., 01. und 11.11., 25.12. und in den ersten beiden Januarwochen geschlossen. Im Juli und August täglich Führungen, mit Anmeldung. Boutique-Buchhandlung, Digitalbereiche, Café-Bibliothèque, Dienstag bis Samstag 13:30-17:00 Uhr, Sommergärten und Sommerrestaurant Juni bis Ende August.